Josef Pieper Edition:

(12 Tonkassetten im Matthias Grünewald Verlag)

 

Hoffnung und Hoffnungslosigkeit. Irdische Kontemplation

gesprochen vom Verfasser (45 Min.)

Grünewald-Hörbücher 1993

 

In den beiden hier vorliegenden Meditationen geht Josef Pieper der Frage nach, wie sich weltliches Dasein und religiöse Orientierung zueinander verhalten. In dem Vortrag »Hoffnung und Hoffnungslosigkeit« führt Pieper den Hörer zu der überzeugend begründeten Einsicht, dass unser hiesiges Dasein selber die Bauform der Hoffnung besitzt. Er geht dabei aus von der Frage: »Was meinen die Menschen, wenn sie in ihrer täglichen Rede von der Hoffnung sprechen?« In dem Titel »Irdische Kontemplation« ist ausgedrückt, was Josef Pieper in dieser Meditation so anschaulich vorträgt: dass nämlich die Kontemplation auch in unserer modernen Welt weit häufiger anzutreffen ist, als es zu dem Bilde passt, das man sich vom zeitgenössischen Menschen gemacht hat; eine kontemplative Weise, die alltäglich vor Augen liegenden Dinge zu sehen.

 

 

Alles Glück ist Liebesglück Selbstlosigkeit oder Glücksverlangen

gesprochen vom Verfasser (50 Min.)

Grünewald-Hörbücher 1993

 

Alle Liebe hat nicht nur zur natürlichen Frucht die Freude, sondern alles menschliche Glücklichsein – wonach wir unhemmbar und gar nicht notwendig „selbstisch“ und daher auch durchweg unbeirrten Gewissens verlangen – ist im Grunde Glück der Liebe, heiße sie nun Eros oder caritas oder agape, und meine sie den Freund, die Geliebte, den Sohn, den Nächsten oder Gott selbst.

 

 

Ist die Tugend noch zu retten?

gesprochen vom Verfasser (60 Min.)

Grünewald-Hörbücher 1997

 

Wer die geistige Stimmung heute auch nur einigermaßen aufmerksam registriert, wird feststellen, dass die Suche nach Normen geradezu Hochkonjunktur hat. Woran können wir uns orientieren, fragt die jüngere Generation, und Eltern und Erzieher tun sich mit einer Antwort schwer. Wo sollen wir also ansetzen angesichts von Tabuverletzungen und Zerstörungswut in allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens? Ein Neuanfang gleichsam am Nullpunkt ist kaum möglich. Josef Pieper vermag in diesem Essay den Hörer zu überzeugen, dass eine Rückbesinnung auf die Inhalte der klassischen Tugendlehre einen Ausweg aus der Orientierungslosigkeit unserer Zeit weisen kann.

 

 

Das Recht des Anderen

gesprochen vom Verfasser (40 Min.)

Grünewald-Hörbücher 1997

 

Anlässlich der Eröffnung der »Woche der Brüderlichkeit« 1973 in Berlin reflektiert Josef Pieper in seinem Vortrag die Fundamente der Gerechtigkeit im Verhältnis von Mensch zu Mensch. Dabei erinnert er an einige besonders vergessene, aber damals wie heute besonders aktuelle Voraussetzungen des Zusammenlebens in Gerechtigkeit: Im Unterschied zur neuzeitlichen Menschenrechtsdebatte ging es in der klassischen Gerechtigkeitslehre immer und ausschließlich um die Verpflichtung des Menschen, dem Anderen das zukommen zu lassen, was ihm unabdingbar zusteht – eine Betrachtungsweise, die in der UNO-Proklamation der Menschenrechte zu kurz kommt, weil sie nicht den Verpflichteten, sondern den Berechtigten in den Mittelpunkt stellt.

 

 

Was kann uns heute Tradition bedeuten?

gesprochen vom Verfasser (40 Min.)

Grünewald-Hörbücher 1997

 

Das Verständnis von Tradition als »Gedächtnis der Gesellschaft«, wie es Solowjew genannt hat, eröffnet eine Perspektive dafür, was Tradition heute bedeuten kann: Es ist dem Menschen notwendig, erinnert zu werden. In der Erinnerung von für den Menschen Unentbehrlichem liegt der Wert der Tradition. Und wer wollte bestreiten, dass die Menschen unserer Zeit gerade solcher Erinnerung dringend bedürfen?

 

 

Was heißt Glauben?

gesprochen vom Verfasser (60 Min.)

Grünewald-Hörbücher 1998

 

Um zu verstehen, was »Glauben« im religiösen Sinne meint, geht Josef Pieper in seinem Vortrag zunächst dem Phänomen des Glaubens in philosophisch-anthropologischer Betrachtungsweise nach. Der Volksmund sagt, Glauben heißt, etwas für wahr und wirklich zu halten, was ich selbst nicht aus Eigenem weiß. Durchaus richtig, sagt Josef Pieper, dabei wird aber übersehen, dass da auch ein Jemand ist, dem ich einen Sachverhalt glaube. Und dieser Jemand muss für mich ein glaubwürdiger Zeuge sein. Denn nur unter dieser Voraussetzung kann ich uneingeschränkt zustimmen. Diese Struktur gilt auch für den religiösen Glauben. Allerdings ist Glauben im religiösen Sinne nicht schon durch einen weiteren Schritt aus dem anthropologischen Befund als sinnvoll erweisbar, sondern nur durch einen Sprung in die subjektive Gewissheit, dass da ein persönlicher Gott ist, der sich dem Menschen in menschlicher Sprache mitteilt.

 

 

Was heißt Glück?

gesprochen vom Verfasser (60 Min.)

Grünewald-Hörbücher 1998

 

Die Vokabel »Glück« taucht in unserer Alltagssprache allenthalben auf: Vom schnell dahingesagten »Glück gehabt« bis zur anspruchsvolleren »Suche nach dem Glück« verfügen wir über eine große Bandbreite unterschiedlichster Deutungen des Glücks. So überrascht es auch nicht, dass in Philosophie und Theologie ebenso wie in der Literatur zahlreiche Autoren sich mit der Frage beschäftigt haben, was denn dieses Glück nun sei, das die Menschen oft lebenslang suchen. »Glücklich ist, wer alles hat, was er will«, sagt Augustinus. Aber ist das so einfach? Stimmt das überhaupt?, fragt Josef Pieper in seinem Vortrag, »was will der Mensch wirklich?« und »was heißt in diesem Zusammenhang »haben«?« In einem eher fragenden Diskurs lädt Pieper die Hörer ein, sich mit ihm auf einen gedanklichen Weg einzulassen, um auch unter Einbeziehung subjektiver Alltagserfahrungen sich dem anzunähern, was »Glück« für den je Einzelnen bedeuten kann.

 

 

Verteidigungsrede für die Philosophie

gesprochen vom Verfasser (60 Min.)

Grünewald-Hörbücher 1999

 

Die Stellung der Philosophie in der Gesellschaft ist fraglich geworden, und zwar nicht nur die eine oder andere Aussage von Philosophen, sondern die Philosophie insgesamt. Was ist Philosophie überhaupt, fragt Josef Pieper, und welche Bedeutung kommt ihr in und für die Gesellschaft zu? Von drei Seiten her nähert sich der Autor dem Problem: Welche Bedeutung hat Philosophie gegenüber dem Totalitätsanspruch der modernen Arbeitswelt? Wie ist das Verhältnis der Philosophie zum Ideal wissenschaftlicher Exaktheit in den modernen (Natur-) Wissenschaften? Wie steht es mit dem Zusammenwirken von Philosophie und Theologie? In der Auseinandersetzung mit den genannten Fragen geraten die Gedanken des Philosophen Josef Pieper zu einer Verteidigungsrede für die Philosophie, die sich nicht nur als sinnvoll, sondern als notwendig für die Gesellschaft erweist.

 

 

Was ist ein Fest?

gesprochen vom Verfasser (54 Min.)

Grünewald-Hörbücher 1999

 

Natürlich werden die Feste vom Menschen nicht nur begangen und gefeiert, sondern auch eingerichtet, von der Festsetzung auf einen bestimmten Kalendertag bis zur konkreten Gestaltung des festlichen Tuns. Die Feier kann also der Mensch in gewissem Sinn selber machen, aber nicht das zu Feiernde, nicht den festlichen Anlaß und den Grund zum Feiern. Und darum bleibt der alte Satz des Buches der Psalmen wahr – Platon übrigens hat genau das Gleiche gesagt -: Das Fest ist ein Tag, den der Herr gemacht hat.

 

 

Über Tod und Sterben / Über die Liebe

gesprochen vom Verfasser (50 Min.)

Grünewald-Hörbücher 2000

 

In jeweils 6 kurzen Morgenansprachen hat Josef Pieper über die existentiellen »Menschheitsthemen« Tod und Sterben und über die Liebe nachgedacht. Ausgehend von den scheinbaren Selbstverständlichkeiten, die keiner tieferen Erörterung mehr bedürften, fragt Pieper nach dem Eigentlichen in diesen unseren Alltag bestimmenden Phänomenen. Alle Äußerungen menschlicher Existenz können mit einem »Vielleicht« versehen werden, vielleicht tritt etwas ein, vielleicht auch nicht. Nur Sterben und Tod verbinden sich unüberwindbar mit dem Dasein. Können wir uns also im Leben auf das Sterben und den Tod vorbereiten? Kann man sinnvoll von einer »Einübung« ins Sterben oder in den Tod reden? Ähnlich hintergründig geht Pieper der Frage nach, was sich denn mit dem meistgebrauchten und häufig missbrauchten Wort »Liebe« verbindet. In der Vielgesichtigkeit dieses Wortes richtet Pieper den Blick darauf, dass Liebe eine »Gutheißung« ausdrückt: Es ist gut, dass es dieses oder jenes gibt - es ist gut, dass es dich gibt. Und so ist Liebe für den Menschen das Geschenk schlechthin, die gebende Liebe ebenso wie die empfangene.

 

 

Was ist ein Priester?

gesprochen vom Verfasser (60 Min.)

Grünewald-Hörbücher 2000

 

Die thematische „Engführung“, wie man sagt und gegen die man sich mit rätselhafter Vehemenz immer wieder zur Wehr setzt – diese Eingrenzung des Blickfeldes auf das, was, im Unterschied zum Laien, einzig der Priester, er allein, zu tun vermag, ist in Wirklichkeit ebenso unerlässlich wie klärend – wobei man freilich, wie gesagt, nicht vergessen darf, dass natürlich die Beschreibung der differentia specifica ein vollständiges „Priesterbild“ nicht schon vor Augen stellt und das auch gar nicht will. Man kann übrigens, ohne ihren Sinn zu verändern, die Frage, was den Priester vom Laien unterscheide, auch anders formulieren, nämlich so: Was geschieht eigentlich in der Priesterweihe? – Mag sein, dass eine gelegentlich zu hörende Klage recht hat, wonach die moderne theologische Reflexion zum Thema „Priesterweihe“ bislang wenig Differenziertes zutage gefördert habe.

 

 

Was ist eine Kirche?

gesprochen vom Verfasser (60 Min.)

Grünewald-Hörbücher 2001

 

Hinter der scheinbar so einfachen Frage »Was ist eine Kirche?« verbirgt sich eine äußerst kontroverse Diskussion zwischen Theologen, Architekten und Künstlern, was denn eine Kirche eigentlich zu einer Kirche macht. Ist es das Bauwerk als solches, das rechtfertgt, von einer Kirche zu sprechen? Ist es die Nutzung des Raumes zu religiösen Feiern? Josef Pieper kommt in seinen Überlegungen zu dem Schluss, dass das Entscheidende in der Weihe des Kirchenraumes und in deren Mittelpunkt in der Weihe des Altars geschieht. Der Raum wird dem gewöhnlichen alltäglichen Gebrauch enthoben und einer besonderen sakralen Bestimmung zugeführt. Um den Altar ist das Gotteshaus gebaut – auch wenn es nur eine Baracke oder ein ehemaliger Stall ist.

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Hörkassetten - Informationszentrum Berufe der Kirche

Der Weg und die Wahrheit und das Leben

Christuszeugnisse aus unserer Zeit;

Informationszentrum Berufe der Kirche,

Freiburg 1978, Tonband mit Textheft, 32 S.

 

Glauben, Hoffen, Lieben

Informationszentrum Berufe der Kirche,

Freiburg 1981, Tonband mit Textheft, 36 S.

 

Sehen und Schauen. Das Experiment mit der Blindheit.

Irdische Kontemplation;

Informationszentrum Berufe der Kirche,

Freiburg 1983, Tonband mit Textheft, 18 S.

 

Was ist ein Priester?

Informationszentrum Berufe der Kirche,

Freiburg 1987, Tonband mit Begleittext, 20 S.

 

Was ist eine Kirche?

Informationszentrum Berufe der Kirche,

Freiburg 1988, Tonband mit Begleittext, 24 S.

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Der Weg und die Wahrheit und das Leben

Christuszeugnisse aus unserer Zeit;

Informationszentrum Berufe der Kirche,

Freiburg 1978, Tonband mit Textheft, 32 S.

 

Glauben, Hoffen, Lieben

Informationszentrum Berufe der Kirche,

Freiburg 1981, Tonband mit Textheft, 36 S.

 

Sehen und Schauen. Das Experiment mit der Blindheit.

Irdische Kontemplation;

Informationszentrum Berufe der Kirche,

Freiburg 1983, Tonband mit Textheft, 18 S.

 

Was ist ein Priester?

Informationszentrum Berufe der Kirche,

Freiburg 1987, Tonband mit Begleittext, 20 S.

 

Was ist eine Kirche?

Informationszentrum Berufe der Kirche,

Freiburg 1988, Tonband mit Begleittext, 24 S.

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Josef Pieper (1904-1997) fue Profesor de Antropología Filosófica en la Universidad de Münster, miembro de varias Academias y recibió numerosos premios y distinciones, entre ellas el Premio Balzán por sus logros sobresalientes en el ámbito de las ciencias humanas. [más...]

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